Grannen – wenn die Natur zum Feind wird

Jetzt nochmal während der Zeit der Stoppelfelder gut aufpassen

Sie stehen nicht nur auf Wiesen, Feldern oder am Waldrand: Wald- und Wiesengräser gehören mittlerweile zu unserem Stadtbild und verschönern Grünstreifen am Wegesrand.
Eigentlich sind Grannen gut – denn sie sind der nützliche Helfer der Natur und sorgen dafür, dass sich die Pflanzen verbreiten und vermehren können. Doch was genau sind Grannen und warum werden sie zur Gefahr?
Dr. Ulrike Althöhn, Inhaberin der Fachtierarztpraxis Nordlichter erklärt: „Als Granne bezeichnet man das Pflanzenende von Wald- und Wiesengräsern und Getreidearten, wie Gerste oder Roggen. Die Ährenfortsätze bestehen aus feinen, fast klebrigen Härchen, in denen die Pflanze ihre Samen sammelt. Diese mit Widerhaken besetzten Härchen verfangen sich in das Fell von Tieren oder heften sich an unsere Kleidung und werden so von Ort zu Ort getragen“.
Und genau hier lauert die Gefahr, denn Grannen können sich leicht durch das Fell in die Haut bohren und dort zu schmerzhaften Entzündungen führen. Doch nicht nur im Fell verhaken sich Grannen. Oft werden sie beim Schnüffeln durch die Nase eingeatmet oder bleiben in der Ohrmuschel hängen. „Häufige Bereiche, in denen Grannen Probleme verursachen, sind Pfoten, Ohren, Nasen und Augen“, erklärt die Fachtierärztin. „Das ist nicht nur sehr schmerzhaft für die Tiere, meist kommen die Patienten um eine Operation nicht herum.“
Wenn Sie eine Granne bei Ihrem Tier entdecken, entfernen Sie diese vorsichtig mit einer Pinzette. Ist die Granne bereits tiefer in die Haut gedrungen, rufen Sie uns bitte an. Eine frühzeitige Behandlung kann ernsthafte gesundheitliche Probleme verhindern.
Folgende Symptome können auf Grannen hinweisen:
Heftiges Niesen, Nasenbluten, Schütteln des Kopfes, vermehrtes Kratzen am Ohr oder beißen am Fell, Pfoten lecken, rote und geschwollene Stellen.

Das Team der Fachtierarztpraxis Nordlichter rät deshalb zu regelmäßigen Kontrollen des Fells, Augen, Ohren und Pfoten von Hunden, Katzen und Nagern.

Notfall

Um für ihre Tiere auch außerhalb unserer Sprechzeiten eine adäquate medizinische Versorgung zu gewährleisten und im Notfall umgehend einen kompetenten Ansprechpartner zu finden, haben wir uns dem Hamburger Notdienst angeschlossen.

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